Unsere Ziele

Dramatechniken

Definition, Einsatzbereiche

Grundsätzliches

Dramatechniken bieten die Gelegenheit, Gedanken und Gefühle verbal und nonverbal zum
Ausdruck zu bringen, selbst Gestaltungserfahrungen zu machen, individuelle Fähigkeiten zu
entdecken und zu nutzen und sich mit den Ausdrucksformen der Mitspielenden auseinander
zu setzen. Die kreativ-gestaltende Arbeit steht im Spannungsfeld von Selbstverwirklichung
und sozialer Verantwortung und wird als individuell bereichernd und gemeinschaftsfördernd
erlebt.

Dramatechniken im Unterricht

Unter Dramatechniken versteht man ganzheitliche, kreative und ästhetische Lehr- und
Lernmethoden, die Spielen und Darstellen im Unterricht mit einschließen. Der Schwerpunkt
liegt hier auf dem Prozess und weniger auf (einem Publikum) vorzeigbaren Ergebnissen.
Mittels Dramatechniken werden Lehr- bzw. Lernprozesse theatralisiert. So können komplexe
Themen mit allen Sinnen vermittelt werden, wobei durch das Zusammenwirken von
kognitiven und emotionalen Inhalten der Unterrichtsertrag wesentlich erhöht und das
selbständiges Lernen unterstützt wird.

Dramatechniken im sozialpädagogischen Bereich

Dramatechniken werden im sozialpädagogischen ebenso wie im pädagogischen Bereich mit
Spiel- und Interaktionspädagogik verknüpft. Hier liegt die Akzentuierung auf „Sozialem
Lernen“, im Sinne der Förderung von sozialen und kommunikativen Kompetenzen, wie
Rollendistanz, Frustrationstoleranz, Ambiguitätstoleranz im Umgang mit Werten, Normen.
Dabei wird Handlungs- und Verhaltensspielraums der Beteiligten erweitert und die
Teamfähigkeit und Konfliktlösungsfähigkeit der einzelnen gefördert.

Dramatechniken in der Amateurtheaterarbeit

Mit Hilfe von Dramtechniken werden Spielprozesse initiiert, die ästhetische und
psychosoziale Erfahrungen ermöglichen. Dabei geht es um schöpferisches Tun, um die
Stärkung von sprachlich-kommunikativen Fähigkeiten (verbale, nonverbale Kommunikation,
Mimik, Gestik, Haltungen, Bewegungen, Zusammenhang zwischen Sprache, Körpersprache
und soziokultureller Situation), um die Förderung des Selbstfindungsprozesses und des
Körperbewusstseins, um die Förderung von unverkrampftem Selbstausdruck, der Fähigkeit
zur differenzierten Wahrnehmung, um Selbstvergewisserung als Grundlage für persönliche
Entfaltung.

Arbeitsprinzipien

• Prozessorientiertes Arbeiten
• Projektcharakter / -unterricht
• Lernen in Gruppen
• Handlungsorientierung
• TeilnehmerInnenorientierung
• Ganzheitlichkeit (affektiv: Mitgefühl, Empathie; kognitiv: Verstehen, Wissen,
Denken; produktiv: mit praktischer Tätigkeit, kreativ erfindungsreiches Handeln)
• Praxisorientierung (Transfer in den jeweiligen Berufsalltag)
• Interkulturelles Lernen
• Medienerziehung
Arbeitsziele (Auswahl)

• Förderung von Kommunikationsbereitschaft, -fähigkeit
• Förderung des Einfühlungsvermögens und der Sensibilität für soziales Miteinander
• Förderung von Kooperationsbereitschaft, -fähigkeit
• Förderung der Teamfähigkeit
• Förderung der Ausdrucks- und Präsentationsfähigkeit
• Förderung von kreativen Denken und Handeln
• Förderung von Improvisationsfähigkeit
• Förderung eines interkulturellen Verständnisses (Verständnis für kulturelle
Unterschiede)
• Entwicklung physischer und geistiger Fertigkeiten
• Erweiterung der kognitiven Wissensbereiche
Arbeitsmethoden (Auswahl):

Methoden kommen aus folgenden Bereichen:

• Drama in education
• Theaterpädagogik
• Gestaltpädagogik
• Spielpädagogik
• Interaktionspädagogik
• Psychodrama
• Kreatives Schreiben

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