Workshop

Zusammenfassung zum Workshop „Rhythmik in der Theaterpädagogik“ von Gabriele Bocek
Ziele Verlauf Hinweise / Organisation
Raumwahrnehmung alle TN gehen durch den Raum nicht anstoßen,
den ganzen Raum ausnutzen,
nicht im Kreis gehen,
mehr gerade Wege und Ecken,
wo bin ich im Raum,
wo sind die anderen.
Eigenwahrnehmung Gehen im Raum wo ist dein Blick,
wo sind deine Hände,
wie setzt du deine Füße,
wie schwingen deine Arme
Wahrnehmung der Gruppe Gehen im Raum Die anderen TN wahrnehmen,
was haben die einzelnen für eine Frisur, Kleidung, Haarfarbe, Augenfarbe...
alles nonverbal
Strukturierung durch Musik GL singt ein Lied (Kanon)
TN nehmen Blickkontakt auf Hörbeispiel
freundliche Grüße mit Blickkontakt auf dem musikalischen Schwerpunkt
Selbstsicherheit,
Selbstbewusstsein,
Soziale Kontakte Notenbeispiel
GL singt weiter das Lied
TN begrüßen sich mit Körperkontakt (Handschlag)
die TN werden aufgefordert, nach und nach das Lied mitzusingen
über den Blickkontakt einen TN suchen, den man auf dem nächsten musikalischen Schwerpunkt treffen und grüßen kann, ständiger Partnerwechsel
Zeit strukturiert durch Musik GL und TN singen inzwischen gemeinsam,
Konzentration auf das Gehen im Tempo der Musik
Mehrere Tempi sind möglich, ausprobieren,

  • normales Tempo
    (musikalisch = Grundschlag, meist Viertel,
    in Bewegung = gehen)
  • doppelt so schnell
    (musikalisch = meist Achtel,
    in Bewegung = laufen)
  • halb so schnell
    (musikalisch meist halbe Note,
    in Bewegung = schleichen)

Struktur erkennen, sicher darin werden beim Singen
Gruppengefühl schaffen
alle treffen sich im Kreis und singen das Lied, Liedform Kanon klären, als Kanon gemeinsam singen wenn die Teilnehmer noch keine oder wenig Erfahrungen im Kanonsingen haben, dann können sie sich aneinander "festhalten", indem sie sich beim Singen zueinander wenden
Hinweis: -aufeinander hören, nicht gegenseitig überschreien
Selbstbewusstsein, Ich-Stärke in der Gruppe (Ich höre und sehe die Anderen und bleibe trotzdem bei mir selbst) die Kanoneinsätze erfolgen nacheinander jede Gruppe beginnt mit ihrem Einsatz, durch den Raum zu gehen, nach drei Lieddurchläufen soll die Gruppe an ihrem Platz wieder ankommen jede Gruppe führt das Gehen in einem anderen Tempo der Musik aus (z.B. Viertel, Achtel, Halbe) Die Gruppen kommen auch nacheinander wieder an ihrem Platz an Wer sich noch nicht so sicher ist, bleibt beim Laufen bei einem sicheren Mitglied seiner Gruppe,
Bewegungsphantasie, Freude am Zusammenspiel, Koordination von Körper, Sprache und Bewegung, Konzentration Jede einzelne Gruppe erfindet eine typisch Bewegung für jede musikalische Phrase (beim "Guten Morgen" - Kanon für jede Sprache eine entsprechend landestypische Geste) Jede Gruppe kann alle Sprachen bedienen oder auch nur die eigenen, Gesang und Bewegung werden gemeinsam ausgeführt Beachte: um in der musikalischen Struktur zu bleiben, sollten Tempo und musikalischer Schwerpunkt für die Bewegung genutzt werden. Es kommt dabei aber ganz auf die Zielstellung für die Gruppe an!
Bewegungsrepertoire erweitern Die Gruppen zeigen sich ihre Bewegungsideen und lernen sie gegenseitig Die vorführende Gruppe wird gesanglich grundsätzlich von den anderen Gruppen unterstützt
Bewegungskoordination Alle singen und bewegen den Kanon = Kanonsingtanz Da alle Teilnehmer das gleiche Bewegungsrepertoire haben, können sich die Gruppen untereinander noch einmal mischen
Wahrnehmung in Raum und Zeit, Gruppengefühl Am Ende wird der Kanon nur noch in der Bewegung gemeinsam ausgeführt, d.h. der Gesang fällt weg die Gruppe trägt der gemeinsame Puls, d.h. die Bewegungs- bzw. akustischen Akzente
Eigenwahrnehmung / Zentrierung Gehen im Raum, jeder in seinem eigenen Tempo Wie fühlt sich dein Gehen jetzt an, ist es freier, lockerer, vielleicht entspannter? Kannst du deinen Körper jetzt schon etwas besser spüren?
Körperwahrnehmung, Bewusstes Atmen, Entspannung, Jeder findet einen Partner, der etwa gleich groß ist. Einer der beiden steht mit dem gesamten Körpergewicht gut auf beide Beinen und schließt die Auge. Wir wollen nun versuchen, mittels unseres Atems den Körper in seinem gesamten Raum in unser Bewusstsein zu bekommen und damit zu stärken. Bei dieser Übung arbeiten wir mit einem Partner, der unsere Aufmerksamkeit lenken und unterstützen soll. Der unterstützende Partner (P2) legt seine Hände sehr leicht auf die Schulter, so dass er mit den Fingern die Schlüsselbeine und mit den Daumen die Schulterblätter berührt. P1 versucht dort hin zu atmen, seinen Atem genau auf diese Körperstelle zu richten, den Körperraum zu erfassen, P2 legt die Hände: - auf beide Schulterblätter, - auf die obere Brustwirbelsäule und gleichzeitig auf das Brustbein, - wandert von der Brustwirbelsäule bis zu den Flanken
Vertrauen und Verantwortung stärken durch Führen und Folgen im Raum Partnerwechsel Auswertung der Erlebnisse der Partner untereinander und anschließend kurze Zusammenfassung in der großen Gruppe
Gruppengefühl und Abschlussritual Alle stellen sich Schulter an Schulter gemeinsam im Kreis auf, schließen die Augen und finden einen gemeinsamen Aus- und Einatemrhythmus Das Atmen wird durch eine Körperbewegung unterstützt, wobei sich die Gruppe beim Ausatmen gegenseitig stützt